Chronik

Hauptläute und Kommandanten Aus dem Vereinsleben
Änderung der Dienstgrade Unsere Mannschaft


Gründung der Wehr:

In den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nahm das Feuerwehrwesen einen großen Aufschwung, der mancherlei Ursachen hatte. Der rote Hahn saß zu allen Zeiten auf den Dächern, doch konnte er nicht in organisierter Form bekämpft werden. Die damaligen autoritären Staatsformen haben solche freiwilligen Organisationen nicht zugelassen.
Nach der Revolution 1848 setzte eine gewisse Liberalisierung ein und die österreichischen Staatsbürger hatten das Recht, Vereine zu gründen. Die Anzahl der Häuser wuchs sehr rasch und damit auch die Feuersbrünste. Dem Beispiel anderer Orte im Triestingtal folgend, gründeten im Juli 1877 der Zim¬mermeister Matthias Rochl und der Schmiedemeister Martin Stifter, ein 1834 in Oberplan im Böhmerwald geborener Verwandter des berühmten Schriftstellers Adalbert Stifter und andere gleichgesinnte Männer, wie Mathias Gamp, Anton Harruck, Franz Harruck, Josef Harruck und Leopold Ströbinger, die Freiwillige Feuerwehr Veitsau.
Die Ausrüstung war bescheiden zu nennen, denn den Wehrmännern stand ab 1879 nur eine einfache Handdruckspritze zur Verfügung, die aus dem auf einem Wagen befindlichen Kastenaufbau das Löschwasser saugen konnte. Die Spritze konnte mit Unterstützung der Urhausgemeinde und der Bevölkerung angekauft werden. Um 1900 war es dann möglich, eine zweite Hand¬druckspritze von der Fa. Knaus zu erwerben.
Mathias Rochl stand der Wehr 22 Jahre als Hauptmann zur Verfügung. Die Veitsauer Wehr hatte aber auch ein Mitglied in ihren Reihen, dessen ganzes Leben von der Hilfsbereitschaft für den Nächsten erfüllt war. Es war dies Eh-renbrandinspektor Josef Büchsenmeister, der ohne Unterbrechung 65 Jahre der Feuerwehr Veitsau angehörte, davon 15 Jahre als Kommandantstellvertreter und 19 Jahre als Kommandant.

Hauptleute und Kommandanten der Feuerwehr Veitsau:

1877-1900 Matthias Rochel
1900-1920 Josef Schneider
1920-1924 Johann Severer

1924-1930 Franz Gritsch
1931-1946 Martin Stifter
1946-1965 Josef Büchsenmeister
1965-1971 Johann Büchsenmeister

1971-1977 Alfred Zisser
1978-1991 Wilhelm Matzl
1991- Hubert Prendinger

Aus dem Vereinsleben:

Am 17. Februar 1880 um 1.30 Uhr morgens brach durch Heißlaufen einer Spinnmaschine im 1. Stock der Baumwollspinnerei Firma Daniel Coith und Sohn in Pottenstein ein großer Brand aus. Nach anstrengender Arbeit, unter¬stützt von 10 Feuerwehren, die erst durch Boten verständigt werden mußten, konnte unter Tätigkeit von insgesamt 15 Handdruckspritzen bei einer Kälte von —15 Grad das Feuer gegen Mittag lokalisiert werden. Unter diesen 10 Feu¬erwehren, die zu Hilfe eilten, befand sich sicherlich auch die Wehr von Veitsau. Die Pottensteiner Wehr erhielt vom Firmeninhaber 100 Gulden als Dank für den aufopferungsvollen Einsatz.
Bei einem Waldbrand im August 1881 in Pöllau wurde auch die Pottensteiner Wehr um Hilfe angerufen.
Großeinsatz gab es am 3. Juli 1883, als um 9 Uhr vormittags ein Großfeuer beim Wirtschaftsbesitzer Martin Zigeuner in Neusiedl Nr. 13 ausbrach. Nur sechs Wochen später, am 23. August, gab es schon wieder Feueralarm in Neusiedl, es war ein Brand beim Wirtschaftsbesitzer Steiner ausgebrochen. Nicht weit zu fahren brauchten die Feuerwehrmänner als es am 22. Juli 1887 um 8.30 Uhr vormittags in der Harzraffinerie Johann Laut zu brennen begann. Leider fand bei diesem Brand der Pechsieder Franz Gamp (Hausname „Zog-ligamp'1) infolge von Rauch- und Gasvergiftung den Tod. Drei Wochen später, am 11. August, gab es in Steinhof einen Waldbrand zu bekämpfen.
In der Nacht vom 7. zum 8. Februar 1884 kam es zu einem Großbrand in Veitsau, dem die Häuser Nr. 11, 12 und 13 zum Opfer fielen.
in Mitlöhners Gasthaus in Berndorf am 8. Oktober 1888 wird die Veitsauer Wehr sicherlich am Brandplatz erschienen sein. In den Pechsiede¬reien kam es sehr leicht zu einem Brand, denn am 12. September 1889 mußte die Wehr wieder ausrücken, um ein Schadensfeuer in der Pechsiederei Jo¬hann Laut zu löschen. Die Pottensteiner Brandchronik berichtet dann weiter von einem Brand am 6. August 1890 in Veitsau. Leider wurden dazu keine nä¬heren Angaben gemacht. Am 20. August gab es einen Brand in Neusiedl zu bekämpfen. Am Neujahrstag 1892 brach in der Baumwollspinnerei in Potten-stein ein Brand aus, der zwar rasch um sich griff, aber mit Hilfe der Nachbar¬wehren in verhältnismäßig kurzer Zeit eingedämmt werden konnte. Am 25. April 1893 brach um die Mittagszeit mitten in Pottenstein ein Großbrand aus, der zuerst von der Pottensteiner Wehr allein bekämpft wurde. Die vorhande¬nen Spritzen der Ortswehr kamen in nachfolgender Weise zur Verwendung: Zum Schutz des Nachbarhauses Halek die Satorysche, eine zweirädrige Handdruckspritze aus Holz ohne Sauger. Dem Brand entgegen arbeitete die Knaust-Handdruckspritze mit Saug- und Druckschläuchen. Im gegenüberlie¬genden Gasthaus Karl Kraus war die Seltenhofer-Handdruckspritze aus Holz vom Jahre 1804, ohne Saug- und Druckschlauch mit verdrehbarem Strahlrohr aus Messing in Verwendung. Ein wütender Sturm erschwerte die Brandbe¬kämpfung sehr. Mittlerweile kamen die telephonisch verständigten Feuerweh¬ren der Umgebung, die zuerst das Flugfeuer bekämpften, ehe sie dem eigent¬lichen Flammenmeer zu Leibe rücken konnten. Durch ein Rundschreiben gab der Bürgermeister von Pottenstein allen jenen, die beigetragen hatten, den Ort vor dem Feuer zu retten, seinen besten Dank zum Ausdruck.

Zu einem Dachfeuer bei Dr. Knoppek am 23. November 1896 rückte sicherlich auch unsere Wehr aus. Großen Alarm gab es wieder, als es am 13. Februar 1898 zu einem großen Brand in der Harzraffinerie des Kaspar Groiß in Potten-stein kam. Nachdem die Pottensteiner Wehr keine Bespannung auftreiben konnte, was manchmal ein großes Problem war, sah sich die Mannschaft ge¬zwungen, sämtliche Geräte selbst an Ort und Steile zu ziehen. Um die Umge¬bung vor den Folgen des Flugfeuers zu sichern, nahmen die Nachbarwehren etappenweise Aufstellung. Die ganze Löscharbeit nahm 3 Stunden in An¬spruch.
Als am 30. Juli 1899 ein Gewitter am Himmel stand, kam es durch Blitzschlag zu einem Feuer beim Wirtschaftsbesitzer Rursch in Neusiedl. Die Brandchro¬nik vermerkt dann noch einen Brand beim Gastwirt Hutflöß in Berndorf am 14. Jänner 1900.
Sicherlich dabei war unsere Wehr, als am Stephanitag des Jahres 1902 um 13 Uhr mittags ein Brand im Zuschauerraum des Stadttheaters ausbrach und diesen einäscherte. Die gesamte Inneneinrichtung des Zuschauerraumes einschließlich der künstlerischen Deckenverzierungen wurden ein Raub der Flammen. Die durch den eisernen Vorhang geschützte Bühne blieb unbe¬schädigt. Der Brand entstand durch die Überhitzung des Parkettbodens, da im Theater eine Fußbodenheizung installiert war. Das Theater wurde auf Kosten von Arthur Krupp in der gleichen künstlerischen Ausführung wie vorher wieder hergestellt.
Zu einem Brand kam es am 25. März 1904 um 22 Uhr bei Carl Laister in Pöllau Nr. 4. Es konnten die Kinder, die Pferde und die Rinder gerettet werden. Die Schweine und die Hühner fielen den Flammen zum Opfer. Das Feuer war bös¬willig von einem ehemaligen Knecht gelegt worden. Er wurde nach einigen Wochen bei Wr. Neustadt verhaftet und in das Bezirksgericht Pottenstein ein¬geliefert. Dort erhängte er sich in der Zelle, nachdem er noch vorher den Stroh¬sack in Brand gesteckt hatte.
Ebenfalls ein Großfeuer gab es am 29. Jänner 1906 beim Lohnfuhrwerker Kie¬sewetter in BerndorfJ und am 8. August desselben Jahres kam es zu einem Großfeuer in Alkersdorf bei Hernstein, dem drei Wirtschaften zum Opfer fie¬len. Das fotografische Atelier des Herrn Karl Kurfeß, ein Holzbau, brannte am 8. Jänner 1908 völlig aus.
Großfeuer in der Gießerei der Bemdorfer Metallfabrik gab es am 16. März 1910, bei dem der Dachstuhl gänzlich abbrannte. Zu einem Hitzestau mit an¬schließendem Feuer kam es am 16. Jänner 1914 in der Tischlerei des Mathias Kastner in Berndorf. Am 12. April kam es zu einem großen Waldbrand bei Kleinfeld und am 22 Juni wurden die Wirtschaften von Kieninger und Schell in Pöllau ein Raub der Flammen, Einem Brande fielen am 9. März 1919 die La¬gerhausbaracken in Berndorf zum Opfer. Über die Explosion in der Hirtenber-ger Patronenfabrik am 18. April 1920 um 14.30 Uhr und das anschließende Großfeuer berichtet die Pottensteiner Brandchronik sehr ausführlich. Die Pot-tensteiner Wehr wurde zum Schütze eines Fabriksobjektes beordert. Nach kurzer Zeit wurden die Steiger gezwungen, ihre Stellung wegen Explosions¬gefahr zu verlegen. Nach einstündiger Löscharbeit machte sich bei den Brun¬nen Wassermangel fühlbar. Nun wurde die Benzinmotorspritze zum Speisen anderer Löschgeräte zur Triesting kommandiert, wo sie um 22 Uhr ihre Lei¬stung beenden konnten. Bei diesem Brande waren sämtliche Feuerwehren von Wien bis Wiener Neustadt und bis Hainfeld am Brandplatz erschienen. Insgesamt waren 37 Wehren mit 46 Löschgeräten, darunter 24 Kraftspritzen, im Einsatz.


Zu einem großen Brand kam esam 13. August 1924 in Kleinfeld. Im Bauernhof des Franz Gamp, Nr. 8, war ein im Hofe lagernder Strohhaufen, vermutlich zündelten Kinder, in Brand geraten. Plötzlich standen auch der Stadl und die Holzschupfen in hellen Flammen, welche im bereits eingebrachten Getreide reichlich Nahrung fanden. Durch Funkenflug griff das Feuer auf die Scheunen des Johann Lauth, Nr. 10, Franz Pachner, Nr. 11 und von da auf Georg Rans-dier, Nr. 12, über. Das dazwischen liegende Haus, Nr. 10, war in höchster Gefahr, blieb aber durch das rasche Eingreifen der Feuerwehren verschont. Bei Franz Pachner brannte auch der Stall und ein Teil des Hausstockes nieder. Das Vieh war glücklicherweise auf der Weide. Die Berndorfer Wehr kam mit einer Motorspritze, doch der empfindliche Wassermangel beeinträchtigte die Löscharbeiten sehr. Um dem in Kleinfeld herrschenden Wassermangel abzu¬helfen, entschloß man sich 1925 zum Bau eines Wasserreservoirs mit 96 m3 Inhalt, das sich bei einer im selben Jahr abgehaltenen Übung als ausreichend erwies. Die Baukosten betrugen 30 Millionen Kronen (3000 Schilling).
Voll im Einsatz war unsere Wehr, als es am 9. August 1925 um 8.30 Uhr zu einem Brand beim Wirtschaftsbesitzer Johann Laut in Veitsau Nr. 2 kam. Den Hof hatte ein Italiener namens Humbert Priotto in Pacht. Er war als Kriegsge¬fangener zurückgeblieben und hatte eine Tochter des Wirtschaftsbesitzers Kühmayer in Berndorf geheiratet. Vom Feuer ergriffen wurden auch die be¬nachbarten Scheunen von Johann Scheinecker und der Katharina Schuster. Die Wohngebäude konnten gerettet werden, jedoch verbrannte die bereits eingebrachte Ernte zur Gänze. Da die Leute viel zu niedrig versichert waren, entstand großer Schaden. Auch die Pottensteiner Wehr entsandte zwei Löschzüge, die zum Schutz des Arbeiterwohnhauses Nr. 27 beordert wurden, wie dies in einem Dankschreiben an die Wehr festgehalten ist. Bei der Rückfahrt der Pottensteiner Wehr ereignete sich ein großes Unglück. Die Vorderachse des Autos brach ab und das Löschgerät stürzte an der Grenze zwischen Pottenstein und Berndorf mit 10 Mann Besatzung den dort befindlichen Abhang hinunter. Hauptmann Josef Holzbauer und sein Stellvertreter Karl Wieshofer wurden schwer verletzt und mußten in das Spital transportiert wer¬den. Die übrige Mannschaft kam mit leichteren Verletzungen davon.
Am 26. Mai 1927 gab es einen großen Waldbrand in Grillenberg zu bekämpfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 18. Juli 1928 kam es um 17.10 Uhr in der Mühlgasse bei Anton Harruck und Franz
Fischer zu einem großen Dachbrand. Unsere Wehr war mit Hptm. Franz Gritsch und 32 Mann am Brandplatz. Es gab 4 Verletzte. Es gab Großalarm und nachfolgende Feuerwehren waren im Einsatz: Baden I, II, III, Berndorf Gemeinde und Fabrik, Grillenberg, Neusiedl, Hernstein, Aigen, St. Veit, Hirten¬berg, Vöslau, Enzesfeld Ort und Fabrik, SteinabrückL Pottenstein: Fahrafeld, Neuhaus, Weissenbach, Kleinfeld, Wöllersdorf Ort und Fabrik. Das Feuer war durch Brandlegung entstanden.

Großbrand 1928, Fischer— Harruck
Am 22. Oktober 1929 um 22.30 Uhr brach ein Dachbrand bei Georg Brendinger in der Hernsteiner Straße aus. Beim Löschen waren 30 Mann unserer Wehr im Einsatz. Die auswärtigen Wehren Berndorf Gemeinde und Fabrik, Pottenstein und Kleinfeld waren im Einsatz. Es lag ebenfalls Brandlegung vor.

 

 

 

 

 

 

 

Am 24. April 1930 um 20 Uhr schlug der Feuerteufel wieder zu. Es wurden die Wirtschaftsgebäude des Johann Büchsenmeister und der Mühlenbesitzerin Maria Spieß, Nr. 23 und 24, eingeäschert. Unter Hptm. Franz Gritsch war die Wehr mit 30 Mann am Brandplatz. Es gab 2 Verletzte. Die Löschaktionen wurden unterstütztdurch Kameraden aus Berndorf Gemeinde und Fabrik, Hirtenberg, Pottenstein, Kleinfeld, Grillenberg, St. Veit und Neusiedl. Es war wieder Brandlegung, und bald darauf konnte ein Veitsauer Bursch verhaftet werden, der auch die anderen Brandlegungen gestand. Da er Mitglied der FF Veitsau war, wurde er aus der Wehr ausgeschlossen.
Nach dem Anschluß an das Deutsche Reich 1938 ging es mit der Freiwilligen Feuerwehr als Verein schön langsam zu Ende. Das letzte Protokoll wurde am 22. Jänner 1939 aufgenommen. Gemäß § 16 der Dritten Durchführungsver¬ordnung zum Gesetze über das Feuerlöschwesen wurde die FF Veitsau mit Wirksamkeit vom 28. November 1939 aufgelöst und das Vermögen der Ge¬meinde übertragen, mit allen Rechten und Pflichten. Die Feuerwehren wurden der deutschen Feuerschutzpolizei eingegliedert. Die fünf Feuerwehren Bern¬dorfs legte man zusammen und stellte sie unter einen ernannten Wehrführer Zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben mußten die Wehrmänner auch dk des Luftschutzes erfüllen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann die Freiwillige Feuerwehr Berndorf I nach österreichischem Recht ihren Vereinscharakter zurück und entließ die Feuerwehren St. Veit, Ödlitz und Veitsau in ihre Selbständigkeit.
Während des Krieges gab es 4 Brandeinsätze, einen im Jahr 1943; zwei im Jahr 1944 und einen im Jahr 1945.

 

Änderung der Dienstgrade:

Im Jahre 1940 fand eine Änderung der Dienstgrade im Feuerwehrwesen statt. Es gab: Anwärter, Truppmann, Obertruppmann, Haupttruppmann, Chargen-Truppführer, Obertruppführer, Haupttruppführer, Zugführer, Oberzugführer, Hauptzugführer, Kreisführer. Im Jahre 1943 trat eine neuerliche Änderung ein:
Anwärter, Unterwachmeister, Rottenwachmeister, Wachmeister, Hauptwach¬meister, Meister, Zugführer, Oberzugführer, Hauptzugführer, Abteilungsfüh¬rer, Ober-Abteilungsführer.
Nach Kriegsende 1945 stand die Wehr vor dem gänzlichen Ruin, aber schon 1946 wurde der Neuaufbau mit nur 11 ausübenden Feuerwehrmännern be¬gonnen.
Nach dem Krieg konnte die 1. Monatsversammlung am 3. Mai 1947 im Gast¬haus Harruck abgehalten werden.
Es waren anwesend:
Eduard Karl, Josef Lechner, Johann Reischer, Johann Rinner, Josef Steirer, Franz Trost.
Josef Büchsenmeister, Hauptmann
Heinrich Rohrweg, Hauptmann-Stv.
Anton Scheiger, Schriftführer
Anton Denk,
Michael Büchsenmeister,
Johann Gamp,
Zur Verlesung gebracht wurde der Kostenvoranschlag des Mechanikers Böhm über die Instandsetzung des Feuerwehrautos, Kostenpunkt 7000 S.

Das 75jährige Gründungsfest der FF Veitsau wurde am 13. Juli 1952 über Vorschlag des Kommandanten Josef Büchsenmeister in schlichter Form begangen . Nach dem Festgottesdienst erfolgten Kranzniederlegungen im Friedhof und am Kriegerdenkmal.
Ein Rückblick anläßlich des Gründungsfestes ergibt ein erfreuliches Er¬gebnis für die Einsatzbereitschaft der Wehr. Seit 1904 hat die Freiwillige Feuerwehr Veitsau 54 Einsätze bei Bränden und Hochwasser zu ver¬zeichnen. Von 1925 bis 1930 waren fünf Großbrände im Ort, mit Einsatz von jeweils 21, 9, 5, 7 und 4 auswärtigen Feuerwehren.
1952 war ein ruhiges Jahr, es gab weder Brände noch technische Einsätze.

1953 waren zwei Waldbrände zu verzeichnen.
1954 verlief ohne größere Ereignisse.
1955 gab es zwei Hochwassereinsätze, wobei 21 Mann 50 Stunden tätig waren.
1957 wurde am 14. Juli der Bezirksfeuerwehrtag, verbunden mit Spritzenweihe, abgehalten.
1960 erfolgt die Alarmierung über Berndorf und im Gerätehaus ist ein Telefon mit der Nummer 25.
1961 vermerkt die Brandchronik fünf Waldbrände und einen technischen Einsatz.
1962 konnte ein neues Löschfahrzeug erworben werden. Der Anhänger, Type „RVW 75", wurde der FF Neuhaus um 14.000 S verkauft.
1964 gab es zwei Einsätze.
1965 waren zwar keine Brände, jedoch drei technische Einsätze.
1967 wurde aus Anlaß des 90jährigen Gründungstages der Wehr über Antrag des Kdt. Büchsenmeister nur ein Kirchgang gemacht. Im selben Jahr erfolgte auch der Ankauf einer Vorbaupumpe. Es gab sechs Einsätze, davon zwei Waldbrände.
1968 wurde Fkdt. Johann Büchsenmeister zum Abschnitts-Kommandanten gewählt.
1969 lösen sich die Feuerwehren als Verein auf und werden eine Körperschaft. Das Kommando besteht dann nur mehr aus Kommandant und
Kommandant-Stv., welche gewählt werden. In diesem Jahr wurden zehn Einsätze gefahren. Beschluß zum Ankauf von zwei Funkgeräten (fest und mobil) zum Preise von ca. 27.000 S. Die Wehr hat 23 Aktive und 4 Mann der Reserve.
1970 war ein ruhiges Jahr mit zwei Brandeinsätzen und einem technischen Einsatz. Die Kameraden Klug, Birbamer, Malzl und Gruntner besuchten mit Erfolg einen Funkkurs.

1972 Ausrückung zu einem Waldbrand und zwei technischen Einsätzen.
1973 zwei technische Einsätze.
1974 gab es vier Brände, davon drei Waldbrände, und zwei technische Einsätze.
1975 erfolgten drei Alarmierungen zu Bränden.
1976 gab es drei Brandeinsätze und 13 technische, davon allein acht am 4. Jänner infolge eines orkanartigen Sturmes.
1977 war wieder ein ruhiges Jahr mit einer Brandalarmierung.
1978 mußten sechs Waldbrände bekämpft werden und zwei technische Einsätze erfolgen.
1979 nur ein Brandeinsatz und ein technischer Einsatz.

1980 erfolgten 4 Brandalarmierungen und zwei technische Einsätze.
1981 zwei technische Einsätze.
1982 und 1983 je ein Brandeinsatz. Einweihung des Landrover BLF anläßlich des 100jährigen Gründungsfestes — Taufpatin Gertrude Groiss
1983 gab es wieder größere Einsätze. Sehr gefährlich war die Bekämpfung eines Hausbrandes bei der Fa. Offenzeller, Hernsteiner Straße 88. Es mußten Gasflaschen für Autogenschweißen geborgen werden, noch dazu ohne den notwendigen Atemschutz. Am 16. Dezember war die Wehr bei der Bekämpfung des Vollbrandes des Hauses der Familie Neuhauser im Einsatz.
1984 verlief ohne Einsatz.
1985 erfolgten vier Brandeinsätze, darunter der Vollbrand im Zechenhaus. Infolge eines gewaltigen Sturmes gab es am 29. Dezember drei Einsät
ze zur Beseitigung der Sturmschäden.

 



 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Mannschaft:

30jähriges Gründungsfest 1908:1. Reihe, von links nach rechts 4. Josef Schneider,
Hauptmann, 6. Alois Lechner, 7. Gritsch
2. Reihe, von links nach rechts Waginger, 4. Hauer

 

50jähriges Gründungsfest 1927:1. Reihe von links nach rechts, liegend August Ströbinger, Josef Büchsenmeister, Josef Lechner jun. 2. Reihe unbekannt, Heinrich Rohrweckh, Holzmann, August Ströbinger, Matthias Gamp, Franz Gritsch, Hauptmann, Josef Harruck, Franz Harruck, Anton Harruck, Martin Stifter, Emmerich Winter. 3. Reihe Franz Trost, ?, Franz Wa-ginger, Leopold Kammerhofer, Rudolf Rebhan, Schneider, ?, ?, Franz Steiner, ?, Gritsch, Alois Lechner. 4. Reihe unbekannt, Langtaler, Gallus Spieß, Anton Denk, ?, Kajetan Giago-ma, ?, ?, Johann Reischer, Neubauer. 5. Reihe Anton Kammerhofer, ?, Johann Karl, Franz Hauer, Johann Kemetner, ?, Bestiak, Ferdinand Zodl, Josef Büchsenmeister. 6. Reihe Edu¬ard Karl, Georg Brendinger, Johann Schuster, Stefan Winkler, Michael Büchsenmeister, Leopold Gamp

 

75jähriges Gründungsfest 1952:1. Reihe von links nach rechts Franz Scheinecker, Anton Denk, Josef Lechner, Eduard Karl, Josef Büchsenmeister, Martin Stifter, Emmerich Winter, Franz Trost, Josef Lechner, Leopold Kammerhofer
2. Reihe Josef Harruck, Walter Rohrweckh, Johann Gamp; Michael Büchsenmeister, Josef
Steurer, Anton Schweiger, Johann Kuchner, Gallus Prendinger, Johann Schuster, Franz Fi¬
scher
3. Reihe Franz Binder, Josef Steiner, Josef Karl, Johann Rinner, Josef Rubes, Josef Holzer,
Emmerich Ströbinger, Johann Schuster jun.

75jähriges Gründungsfest 1952: 1. Reihe von links nach rechts Franz Scheinecker, Josef Harruck, Franz Fischer, Emmerich Winter, Martin Stifter, Josef Büchsenmeister, Haupt¬mann, Anton Denk, Josef Lechner
2. Reihe Frieda Binder, Anna Lechner, Herta Hauer, Elfi Gabler, Frieda Karl, Helli Lenz
3. ReiheEmmerichStrobinger, Josef Rubes, Josef Steurer, Michael Büchsenmeister, Erwin
Holub, Johann Büchsenmeister, Johann Gamp, Josef Holzer, Johann Schuster
4. Reihe Josef Gabler, Rudolf Schuster, Josef Karl, Heinrich Rohrweckh, Josef Wöhrer, An¬
ton Schweiger, Mathias Walenta, Johann Kuchner, Josef Steiner, Franz Binder

Motorspritzenweihe 1957: 1. Reihe von links nach rechts Johann Schuster, Michael Büchsenmeister, Josef Harruck, Josef Steurer, Mahler-Hutter, Ehrenbrand rat, Kdt. Josef Büch¬senmeister, Johann Büchsenmeister, Josef Steiner, Josef Lechner, Franz Scheinecker
2. Reihe Rudolf Lechner, Johann Gamp, Gregor Groiss, Karl Büchsenmeister, Josef Gabler,
Walter Rohrweckh, Johann Appel
3. Reihe Johann Kuchner. Josef Holzer, Hubert Büchsenmeister, Josef Birbamer, Johann
Schuster, Mathias Walenta, Karl Kammerhofer, Josef Wöhrer